Kreatin - Fakten über das Supplement

Kreatin ist ein natürlich vorkommender Stoff im menschlichen Körper mit der hauptsächlichen Funktion der anaeroben Resynthese von ATP, das unsere Muskeln mit Energie versorgt. Die Mengen von Kreatin im Körper sind jedoch begrenzt. Hier setzt das Supplement an: indem die Kreatinmenge im Körper durch Aufnahme des Supplements erhöht wird, wird der Umfang der ATP-Resynthese gesteigert und sorgt so für eine vermehrte Energiefreisetzung in den Muskeln und dadurch für eine Steigerung der Kraftleistung um 5 bis 15%.


Das Supplement Kreatin hat deshalb keinen direkten Einfluss auf das Muskelwachstum. Durch die erhöhte Energiefreisetzung in den Muskeln kann aber mehr Gewicht bewegt werden oder mehr Wiederholungen ausgeführt werden und so ein größerer Reiz gesetzt werden, was natürlich den Muskelaufbau fördert. Kreatin unterstützt aber auch die Wassereinlagerung in den Muskeln, weshalb diese folglich praller wirken.


Dennoch können die Wassereinlagerungen aber auch im Gesicht oder generell in der Haut erfolgen, was kein schöner Effekt wäre. Die Orte der Einlagerungen sind genetisch vorbestimmt. Gefährlich in Bezug auf die Wirkung ist auch die Belastung der Gelenke und Sehnen, die sich nicht so schnell wie Muskeln an die gesteigerten Gewichte in Folge der höheren Kraftleistung anpassen, weshalb ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Sehnen und Gelenke bestehen kann.


Kreatin muss nicht supplementiert werden, sondern kann aber auch über die normale Nahrung aufgenommen werden. Folgende Lebensmittel enthalten viel Kreatin:

  • Rindfleisch
  • Hering
  • Lachs
  • Thunfisch
  • Kabeljau

Fazit: Kreatin erhöht die Energiefreisetzung in den Muskeln, was indirekt zu verbessertem Muskelwachstum führen kann. Dennoch sollte darauf geachtet werden: Kreatin alleine bewirkt keinen Muskelaufbau! Eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung, hartes Training mit den nötigen Reizen für das Muskelwachstum und ausreichend Erholung/Regeneration müssen grundlegend gegeben sein! Kreatin kann auch über die normale Nahrung aufgenommen werden, weshalb eine Supplementierung nicht unbedingt nötig ist.